Susurrus

2010
4-Kanal-Video-Installation:
4 Flachbildschirme (52“, 132 cm)
8 Lautsprecher
4 HD-Player oder Flash Drives
Looplänge variierend 3 bis 10 Min.
Ton: Wolfram Kleiner
Work in Progress

Im Mittelpunkt dieser Installation steht ein Klang, der meistens kaum oder nicht hörbar ist. Die elektromagnetischen Strahlen von Stromleitungen, Elektrosmog, umgeben uns überall im Alltag. Da wir sie nicht wahrnehmen können, verdrängen wir ihre Anwesenheit. In „Susurrus“ werden sie mittels einer selbstgebauten Antenne hörbar gemacht am Beispiel des elektromagnetischen Felds von Überlandstromleitungen.

Wir sehen auf den 4 Bildschirmen jeweils eine andere Landschaftstotale mit Strommasten aus dem Berliner Umland. Jedem Bild ist das Surren des jeweiligen elektromagnetischen Felds zugeordnet. Zusammen ergeben die 4 Tonfrequenzen eine auditive Raumkomposition. Diese Gefahr suggerierenden Töne stehen im Kontrast zur fotografischen Schönheit der Landschaften.

Durch die von der Atomkatastrophe in Japan im März dieses Jahres ausgelöste Veränderung der Energiepolitik in Deutschland und weltweit hat die Diskussion um Überlandstromleitungen und damit auch die vor einem Jahr entstandene Arbeit „Susurrus“ eine neue Brisanz bekommen.

Der lateinische Begriff „Susurrus“ bedeutet Sausen, Murmeln, Flüstern, aber auch ungereimt und absurd.

Die Arbeit soll erweitert werden auf ca. 10 Kanäle mit Aufnahmen aus anderen deutschen und europäischen Landschaften.